Entwurfsbeschreibung
Über den gedeckten Vorplatz erreicht man, begleitet von thematischen Gärten, den westlichen bis ins Untergeschoss reichenden und mit hochstämmigen Bäumen bepflanzten Hof, das Foyer des Hauses. Dieses erstreckt sich über alle 4 Geschosse nach oben. Um diese grüne innere Zelle gruppieren sich alle dienenden Räume (Verwaltung etc). Im Erdgeschoss folgen nach Osten hin das Heimcafe, der Mehrzweckraum und die Kapelle. Sie umschließen den zweiten, mit hochstämmigen Bäumen bepflanzten Hof und öffnen sich gleichzeitig nach Süden hin zu den grosszügigen Terrassen und Freibereichen. Entlang der nördlichen Gasse befindet sich auch die Anlieferung für die Küche, die sich im Untergeschoss ebenfalls um diesen grünen Hof reiht.
Die 118 Zimmer verteilen sich über die weiteren drei Geschosse und das Dachgeschoss. Die einzelnen Stationen werden immer zentral über das Foyer erschlossen. Von dort gibt es auch in jedem Geschoss eine Verbindung zum Haus D. Die Stationen selbst sind in unterschiedliche private, sehr abwechslungsreiche Zonen gegliedert und verfügen über zwei Terrassen. Am Eingang befindet sich der Aufenthalt. Danach folgen die Zimmer mit intimeren Bereichen. Im Osten des Dachgeschosses liegt die "Sonderstation für Verwirrte" mit ebenfalls zwei Terrassen. Im Westen gehen die Therapie- und Personalräume in einen durchgrünten therapeutischen Dachgarten über.
Die äußere Hülle, die Fassade, wird durch Holz und Sichtbeton geprägt. Warme, haptische Materialen prägen das Innere. Der gesamte Entwurf folgt der Sehnsucht des Dementen nach Bewegung und Licht und er substituiert die fehlenden Grünräume in diesem städtischen Bereich.
Aus dem Jurybericht:
„... das Projekt überzeugt in seiner Gesamtheit aufgrund der räumlichen, architektonischen und atmosphärischen Qualitäten. Die Gliederung des Baukörpers ist schlüssig und lässt hohe Qualitäten in den Gang- und Aufenthaltsbereichen erwarten.
Der funktionelle Bereich der Erschließungszone, Verkehrsanbindung, Anlieferung und Vorfahrt sind überzeugend, die Trennung zwischen fußläufigem Zugang und Fahrverkehr ist konsequent gelöst. Vielfältige räumliche Erlebnisbereiche werden durch das innen- und aussenräumliche Grünkonzept unterstützt. Auf eine qualitätsvolle und professionelle Umsetzung wird besonderen Wert gelegt.
Besonders positiv hervorzuheben sind die räumliche Vielfalt der Stationen, die durchgesteckten Wohnbereiche und die Ausrichtung der Zimmer nach Norden und Süden.
Die Sonderstation im Dachgeschoss ist dementengerecht zu überarbeiten. Dabei ist darauf Bedacht zu legen, dass die in den Fassaden dargestellte Leichtigkeit gewahrt bleibt. ...“